Dienstag, 27. September 2016

König Laurin - THiLO

Rittergeschichte mit Sagenursprung modern und unterhaltsam umgesetzt!

 

"König Laurin" ist das Buch zum gleichnamigen Familien-Kino-Highlight, das mit dem "Weißen Elephanten" und dem "Goldenen Spatz" als bester Kinderfilm des Jahres 2016 ausgezeichnet wurde. Der Autor THiLO schrieb bereits mehrere Drehbücher für Funk und Fernsehen. Das Buch ist für Kinder ab 8 und erscheint im Ravensburger Verlag.


Theodor, der Sohn des großen Königs Dietrich, ist viel zu klein für sein Alter. Trotz Streckbank wird er nicht größer, das macht seinem Vater großen Kummer, denn so kann Theo kein echter Ritter werden.
Als Theo dem geheimnisvollen Zwergenkönig Laurin begegnet, merkt er bald, dass auch Kleine Großes vollbringen können. Als das Königreich in großer Gefahr ist, beweist Theodor Stärke...



 

 "Unheil lag in der Luft. Es war tiefste Nacht. Blau-schwarze Gewitterwolken hatten sich an den Spitzen der Berge verfangen und immer weiter aufgetürmt. Der Wind heulte durch die Täler." 


Was mit einen richtigen Gewitter beginnt, wird schliesslich ein tolles Kinderbuch, ein Heldenepos für Kinder, wo die Kleinen am Ende die Gewinner sind.

Ewig hört Theodor von seinem Vater, König Dietrich, wie klein er ist und dass nur Großes gut ist.
Auch sein Vetter Wittich ärgert ihn damit und deswegen nimmt Theodor die Toutur der Streckbank auf sich, doch trotz dieser Qualen wird er einfach nicht größer. Als er auf den in die bleichen Berge verbannten Zwergenkönig Laurin trifft, beginnt für ihn ein großes Abenteuer und Theo tritt zu seinem ersten Ritterturnier an.



Die Grundlage dieses tollen Kinderbuchs ist die Südtiroler Sage um den Zwergenkönig Laurin, der einst einen echten Rosengarten versteinert haben soll. 
 
Das Buch liest sich locker und sehr unterhaltsam, es enthält kurze Kapitel in großer Schrift und eignet sich dadurch gut zum selber lesen. Der Text ist bildhaft und sehr lebendig und spricht die heutigen Kinder an, dazu werden einige Dinge, wie z. B. Container, Flyer und Allergie die keinesfalls zur Ritterzeit existierten, mit eingebaut. 
 
Man kann als Kind sich gut in die Rolle des kleinen Theo einfühlen und wird so beim Lesen zum Held.
Die hintergründige Botschaft gefällt mir gut. Hier wird deutlich gezeigt, wie auch im Kleinen die größte Kraft liegen kann und es nicht immer auf Körpergröße und Kraft ankommt. 



Ein unterhaltsames Kinderbuch auf der Grundlage einer Südtiroler Sagenfigur, das auch Kleine groß rauskommen lässt.




PS: Dieses Buch habe ich bereits im August gelesen und rezensiert, leider völlig vergessen, hier auf dem Blog einzustellen! :-)

Brühe - Vicki Edgson und Heather Thomas

 Suppe ist Soulfood



Das Kochbuch "Brühe - Powerfood für Genuss, Gesundheit & Wohlbefinden" von Vicki Edgson und Heather Thomas erscheint 2016 im Jan Thorbecke Verlag".

Selbst gekochte Brühe liegt voll im Trend! Sie ist gesund, nahrhaft und voller wichtiger Nährstoffe. Brühe ist das optimale Wohlfühlessen, das dazu noch gut für Haut, Darm, Gelenke und das Immunsystem ist. Die beiden Autorinnen zeigen hier die gesundheitlichen Vorteile von Brühe auf und gehen auf ihre Funktion als Naturheilmittel ein. Von der wohltuenden Rinder- oder Markknochenbrühe über eine stärkende Hühnerbrühe bis hin zu köstlichen Fisch- oder Gemüsebrühen stellen sie 10 Grundrezepte vor. 


50 weitere Rezepte zeigen, wie diese Brühen als Grundlage für gesunde und sättigende Suppen, Eintöpfe, Risottos etc. verwendet werden können.



Dieses Kochbuch hat mich sehr interessiert. Denn Suppe bedeutet für mich gesunde Küche und Soulfood! Sie wärmt wunderbar, sättigt und schmeckt fantastisch und passt für jede Jahreszeit.

 

Wer kennt sie nicht, die selbst gemachte Hühnersuppe und ihre heilende und stärkende Wirkung, die bei Krankheit gut tut und Infekte bekämpft?
Genauso verhält es sich auch mit den Inhaltstoffen von Gemüsen und anderen Knochen, markhaltig oder auch nicht. Ihre Kraft wird durch, zugegebenermaßen, recht langes Kochen, herausgelöst und in der Brühe aufgefangen.
 

Die traditionelle Herstellung von Brühe aus Knochen ist heutzutage sicher vielen Menschen nicht mehr geläufig. Praktischerweise verwendet man in der heutigen Zeit fertige gekörnte Brühe, die mit Konservierungsstoffen und Geschmacksverstärkern angereichert ist und logischerweise nicht die Wirkung wie traditionelle Brühe haben kann. Die Herstellung nach alten Rezepten ist schon recht zeitaufwendig, man benötigt gut 12 - 24 Stunden für den Kochvorgang. Dafür gehen aber die natürlichen Inhaltstoffe der Zutaten komplett in die Brühe und künstliche Zusätze fehlen völlig.

Das Buch zeigt erst einmal wie die Basis-Brühen hergestellt werden. Das sind Suppen aus Knochen, aus Fleisch und Fisch und ebenso  Gemüse. Wichtig sind die gesundheitlichen Aspekte, die selbst gefertigte Suppen aus biologischen Zutaten dem Körper geben können.
Dann geht es mit diesen Brühen als Grundlage weiter und es werden daraus leckere, moderne Gericht gekocht. 

Die Rückbesinnung auf frühere Zubereitungsarten überzeugt, denn sie zeigt, wie gesund und natürlich diese althergebrachte Kochmethode ist.  
Die Gestaltung des Buches ist hochwertig, die Fotos sind großformatig und sehr anschaulich. Man bekommt sofort Appetit und durch die verständlichen Rezepte können auch Anfänger ohne Probleme sofort loskochen. Zwar sehr zeitaufwendig, aber sehr gesund. 

Die Rezepte sind vielfältig, um nur einige hier zu nennen:

- Zwiebelgemüsebrühe mit Pesto und Zitronensaft
- Ägäische Fischsuppe und Schwedische Fischsuppe 
- Rote Thai-Curysuppe mit Rind
- Eintöpfe/Schmorgerichte: Gulasch und Stifado
- Frühlingsgemüse-Salatsuppe
- verschiedene Formen von Risotto
- Taboulé



Suppen, Eintöpfe und Schmorgerichte sind wunderbare Gerichte auch für Anfänger. Sie lassen sich leicht vorbereiten, gut bevorraten, warm halten und auch wiederaufwärmen.

Ein wunderbares Kochbuch, dass neben vielseitiger Rezeptinspiration auch Altbewährtes neu entdeckt und in heutige Küchen bringt. 

*** Herzlichen Dank an den Verlag für dieses Rezensionsexemplar, das ich über  vorablesen bekommen habe! *** 




Montag, 26. September 2016

Montagsfrage # 9




 

Die Montagsfrage gibt es jede Woche von Buchfresserchen und gibt den Lesern so Gelegenheit, die Blogger besser kennen zu lernen!

 

Diese Woche heißt die Frage: 


Welches Buch hast du zuletzt aufgrund eines anderen Buchbloggers gelesen? 


Da musste ich eben ein wenig suchen, denn für dieses Buch habe ich nach einer mir schönen Rezension von Martina an ihrer Verlosungsaktion teilgenommen.

So wie die Hoffnung lebt von Susanna Ernst.




Dieser Roman war auch für mich ein 5-Sterne Buch und hat mir wunderbar gefallen. 

Es gibt toll geschilderte Schicksale, die mich dort emotional mitreißen und sogar Spannungsgefühle aufkommen lassen! 

Was habt ihr für ein Buch durch das Lob anderer Blogger gefunden? 


Chrom, Koks und feine Leute - Monika Detering

Die 50er Jahre in Deutschland 


Der Krimi "Chrom, Koks und feine Leute" von Autorin Monika Detering erscheint 2016 im Edition Oberkassel Verlag.


1956 ist der Mord an der Prostituierten Thekla immer noch nicht aufgeklärt. In seiner Mülheimer Villa wird der Autohändler Fölsch tot aufgefunden. Seine Familie gerät unter Verdacht. Der Staatsanwalt hat Gründe, nicht auf Mord zu plädieren. Die Ermittlungen werden bis Köln ausgedehnt. Kriminalinspektor Alfred Poggel untersucht den Fall. Währenddessen sorgt sich seine Vermieterin Anna Puff um ein Mädchen, das in einem Essener Kinderheim misshandelt wird.





Dieser Krimi liest sich wie eine Zeitreise, denn man taucht in die Welt der 50er Jahre ein. Wie es damals finanziell eher knapp bei den meisten Menschen aussah, wird im Buch sehr gut deutlich. Nach den Schrecken des Zweiten Weltkrieges und dem Elend der unmittelbaren Nachkriegsjahre kam das Wirtschaftswunder langsam, aber stetig in Gang und gab den Menschen allmählich neues Selbstbewusstsein.

Wir erleben Kommissar Poggel, der bei seiner Vermieterin Anna Puff lebt. Das deutsche Wirtschaftswunder kommt langsam in Gang, wer jetzt schon finanziell gut darsteht, bewegt sich möglicherweise am Rande der legalen Arbeit vorbei.
Schieberei aller Arten von Waren, Drogenkonsum von Kokain und
Korruption zeigen die kriminellen Energien der Zeit und verstecken sich hinter einer sauberen Fassade.




Chanel Nr. 5 gilt als exclusives Parfum, Luxusautos von Mercedes sind fast unerschwinglich. Der Normalbürger fährt allenfalls den VW-Käfer und gönnt sich mal einen Eierlikör.

Zu dieser Zeit muss Alfred Poggel in Mühlheim den Mord an einem reichen einflussreichen Autohändler aufklären. War er in üble Geschäfte verstrickt? Selbst der Staatsanwalt hält sich sonderbar betroffen zurück. Doch davor schreckt Alfred Poggel nicht zurück. Er geht der Sache mit Elan und uneingeschränktem Obrigkeitsdenken nach.
Nebenbei erfährt man durch die Besuche von Anna Puff in einem Kinderheim, wie dort die Waisenkinder von den strengen Nonnen unter dem Deckmantel der katholischen Religion ihre Zöglinge grob  gezüchtigt und unsensibel behandelt werden.

Mir hat dieser Krimi die Augen geöffnet über diese Zeit, die noch gar nicht so lange her ist. Selbst die Emanzipation steckte noch in den Kinderschuhen. Frauen ohne Ausbildung und ohne versorgenden Ehemann standen lediglich Verdienstmöglichkeiten Putztätigkeiten, als Vermieterin mit Essens- und Wäschedienst oder aber der soziale Abstieg in Form von Prostitution in Aussicht.

Die Aufklärung ist spannend und durch die zeitlichen Besonderheiten und persönlichen Verknüpfungen der Figuren auf eine unterhaltsame Weise beschrieben.
Die Personen zeigen vielschichtige Wesenszüge, die man interessant verfolgen kann und bei Alfred und Anna wird sehr viel Mitgefühl gezeigt und das macht sie sehr sympathisch. 



Ein Krimi, der den Leser auch ohne großes Blutvergiessen eine spannende Zeitreise antreten lässt und ausgesprochen gut unterhält. 



*** Herzlichen Dank an die Autorin und den Edition Oberkassel Verlag für dieses Rezensionsexemplar! *** 



Neuzugänge # 23

Hallöchen meine lieben Bücherfreunde!


Ich hatte ein fantastisches Herbstwochenende, es war noch richtig sommerlich warm mit blauem Himmel und schönstem Sonnenschein. Nach einem tollen Wochenendtrip mit gutem Essen und netter Unterhaltung ging es in einen Kurort. Viel zu schnell vergehen solche Tage, nun bin ich schon wieder daheim. Darum gibt es auch erst heute die Vorstellung meiner Buchzugänge der letzten Woche.

Auf die Inhalte gehe ich dieses Mal aus Zeitgründen nicht genauer ein und es gibt nur mal die Ansicht der Cover.









Nun gibt es erst einmal wieder allerhand zu lesen und nachzukochen! Auf die Analphabetin bin ich schon sehr gespannt, davon habe ich bereits viel gehört und von dem Autor noch kein Buch gelesen. 

Eine schöne Woche wünsche ich euch!

 

Samstag, 24. September 2016

Rauhnächte - Carmen Mayer

Spannender Krimi mit tollem Erzählstil und geschichtlichen Einblicken

 

Der Krimi "Rauhnächte" von Carmen Mayer aus dem Jahr 2015 ist der zweite Teil der Würzburg-Reihe aus ihrer Feder. Die Reihe erscheint im Edition Oberkassel Verlag.


Der Würzburger Kommissar Walter Braunagel macht zu Silvester Urlaub in Homburg. Dort geschieht ein merkwürdiger Unfall, der ihn nicht wieder los lässt und er glaubt auch nicht dem allgemeinen Aberglaube der Dorfbewohner, dass dieser Tod mit den Rauhnächten zusammen hängen könnte. Er geht der Sache mit Hilfe seines Kollegen Schwarz auf beharrliche Weise nach und scheucht dabei alte und neue Gespenster auf. 


Dieser Krimi beschäftigt sich mit den Mythen von Rauhnächten und zeigt wie sehr die Menschen auch heute noch zum Magischen tendieren. Es scheint der Aberglaube selbst in unserer modernen und aufgeklärten Gesellschaft noch immer vorhanden zu sein. Schnell wird der eigenbrötlerisch lebenden Hilda etwas Unheimliches nachgesagt und ihr Tod als Unfall abgestempelt. Doch was war der Grund für ihren Tod?


Nur gut, dass Walter Braunagel gerade im Spessart Urlaub macht und so gar kein Verständnis für Gespenster zeigt. Er untersucht so beharrlich, weil er nicht an einen Unfall glaubt. Bald schon hat er genügend mögliche Täter aus Gegenwart und Vergangenheit zusammen und die Ermittlungen führen in einen Strudel von Ereignissen, die 1958 ihren Anfang haben. 

Es geht um falsch verstandene Nächstenliebe, Fluchtversuche aus der DDR in den Westen, Zwangsumsiedelungen für gefasste "Republikflüchtlinge" und die Einflussnahme von großen Unternehmen. Diese verschiedenen Thematiken verpackt die Autorin in einen flüssig formuierten Kontext und bringt die Probleme fast spielerisch auf den Punkt. Sie lässt Braunagel Stück für Stück dem Leben der Ziegenbäurin Hilda nachspüren und so ihr Schicksal mit dem von anderen Figuren verknüpfen. Dabei hat Braunagel eigentlich gar keine Befugnis, hier zu ermitteln. Doch sein Urlaub könnte nicht besser ausgefüllt sein, als mit den Köstlichkeiten der Gegend verwöhnt zu werden und in der ruhigen Gegend die Landschaft zu geniessen. Dabei kann er natürlich nicht aus seiner Haut als Polizist und bringt Licht ins Dunkel der Vergangenheit und klärt den Fall letztendlich auf. 


Auch wenn es einige Wendungen gibt und man mehrere Täter im Blick hat, überrascht das Ende nicht wirklich. Es ist eigentlich nur die logische Konsequenz, die aber mit neuen Erkenntnissen nachvollziehbar erklärt wird.
Ich hätte mir etwas mehr Spannung gewünscht, aber die Urlaubsatmosphäre und das Privatleben von Braunagel haben mich wunderbar unterhalten.




Diese Reihe werde ich im Auge behalten. Die ländliche Atmosphäre und die vielschichtige, gut erzählte Handlung haben mich gut unterhalten.


     ***Herzlichen Dank an den Edition Oberkassel Verlag für dieses        Rezensionsexemplar! ***




Freitag, 23. September 2016

Freitags-Füller # 6

Zeit für den Freitags-Füller, schon wieder ist eine Woche rum!



 

Dies ist ein Projekt von Barbara auf  Scrap-Impluse

Ein kleiner Lückentext zum Ausfüllen.

 

1.  Es mag ja sein, dass der Herbst nicht mehr so warme Tage hat, aber im Moment finde ich ihn einfach so richtig schön. 

2. Mein Pensum an gelesenen Büchern läuft ganz gut. 

3. Das Stichwort ist für mich Zufriedenheit und Zuversicht, dann kann man alles Schwierige im Leben auch meistern. 

4. Lesen, Singen und noch viel mehr bezeichne ich als mein Hobby.

5. Die letzte Person, die ich umarmt habe war ein Geburtstagskind beim Chor.
 
 6. Ich muss langsam mal meine Strumpfschublade ordnen, denn bald schon bekomme ich erhahrungsgemäß kalte Füsse.


7.  Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf meinen Chor morgen habe ich mit meinem Mann eine kleine Wochenendreise geplant und Sonntag möchte ich mich dort richtig schön verwöhnen lassen!

 

Euch allen ein wunderschönes, sonniges Herbstanfangswochenende!