Montag, 24. Juli 2017

Vor dem Frost - Henning Mankell

Linda ist am Zug, löst sie jetzt ihren Vater ab?


"Vor dem Frost" von Henning Mankell ist der 10. Band seiner Wallander-Reihe und erschien 2003 im DTV.  


Kurt Wallanders Tochter Linda hat die Polizeischule abgeschlossen. Sie ist Polizeianwärterin in Ystad und darf ihren Vater bei seinen Ermittlungen inoffiziell begleiten. Gerade gibt es viele Fälle, bei denen jede weitere Hilfe bei der Polizei gebracht wird.
Ein Kalb wird bei lebendigem Leib verbrannt, sechs brennende Schwäne fliegen über den Marebo-See, Frauen verschwinden, eine Amerikanerin wird in der Kirche erdrosselt, und ein Lastwagen voller Dynamit läßt den Dom von Lund in Flammen aufgehen ...





Bei diesem Buch führt Henning Mankell den Leser in den
Dschungel Guyanas, wo eine Gruppe gläubiger Fanatiker einen Massenselbstmord inszeniert. Versprengte dieser Gruppe sammeln sich zum Angriff auf Menschen und Kirchen in Skåne und machen mit Morden und Entführungen weiter. 

Man erfährt in diesem Buch viel Privates aus dem Hause Wallander: über Lindas Selbstmordversuche und über ihre Mutter.
Das Zusammenleben von Vater und Tochter erweist sich als Herausforderung, Konflikte sind vorprogrammiert.


Wallander hat ungelöste Fälle zu bearbeiten. Plötzlich verschwindet Lindas Freundin Anna spulos nach einer Begegnung mit ihrem lange verschollenen Vater. Nun ermittelt Linda auf eigene Faust. Was hat das Wiederauftauchen Annas mit brennenden Schwänen, einem toten Kalb und der Ermordung einer Wissenschaftlerin zu tun?


Mankell spannt den Krimibogen um die Thematik Gewaltverbrechen aus religiösem Wahn und erinnert dabei an brisante reale Ereignisse:
Der Massenselbstmord einer Sekte in Südamerika und die Terroranschläge vom 11. September 2001.

Auch wenn ich den Plot etwas konstruiert empfunden habe, finde ich die Thematik und die unterschiedlichen Fälle sehr abwechslungsreich und authentisch dargestellt. Die Tieresmisshandlungen sind recht grausam, man kann sich kaum vorstellen, dass jemand dazu fähig wäre. 



Vor diesen Hintergründen gelingt Henning Mankell mal wieder ein spannender und fesselnder Krimi.





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